Kryptowährungen

Zusammenhang mit zunehmendem Betrug mit digitaler Währung

E-Residency-Programm in Estland im Zusammenhang mit zunehmendem Betrug mit digitaler Währung: Bericht

Das E-Residency-Programm in Estland wurde mit mehreren hochkarätigen Kryptogeld-Betrügereien in Verbindung gebracht, was Berichten zufolge die Besorgnis nährt, dass das Programm von Kriminellen missbraucht wird. Allerdings gibt es auch immer noch seriöse Krypto-Plattformen zum Handeln, wie Bitcoin Evolution und andere.  Laut der Financial Intelligence Unit der estnischen Polizei wurden ausländische Unternehmen im Besitz von E-Residenten Estlands in den letzten Monaten im Zentrum mehrerer großer Ausstiegsbetrügereien in digitaler Währung identifiziert, berichtete Bloomberg.

Es gibt auch die Vermutung, dass das System im Zusammenhang mit Betrügereien beim Erstangebot von Münzen (ICO) missbraucht wurde, wobei Betrüger das E-Residency-Programm nutzten, um gefälschte Unternehmen im Land zu gründen.

Die Nachricht kommt nur wenige Monate, nachdem bekannt wurde, dass Estland an der Spitze eines globalen Geldwäscheskandals stand, bei dem etwa 220 Milliarden Dollar an illegalen Geldern durch das Land flossen. Dies veranlasste die Aufsichtsbehörden dazu, die Lizenzen von 500 Unternehmen mit digitaler Währung auszusetzen.

Bislang durften nur 353 Unternehmen für digitale Währungen in Estland ihre Lizenzen behalten, gegenüber 1.234 vor Beginn des Skandals

Es wird erwartet, dass die jüngsten Enthüllungen dem Ruf des e-Residency-Systems einen weiteren schweren Schlag versetzen und das System trotz seiner hehren Absichten in Misskredit bringen werden. Laut Premierminister Taavi Roivas sollte das e-Residency-Programm die Staatsbürgerschaft in Estland als Teil der Wiederaufbaubemühungen nach einem halben Jahrhundert Sowjetherrschaft fördern.

Das erstmals 2014 eingeführte Programm ermöglicht es jedem, ein digitaler Bürger Estlands zu werden, ohne unbedingt im Land zu leben. Das Programm hat sich als sehr beliebt erwiesen, da bereits mehr als 70.000 E-Residenten das Programm unterzeichnet haben, darunter Tim Draper, Guy Kawasaki, Shinzo Abe und Angela Merkel.

Die Behörden, die hinter dem E-Residency-Programm stehen, arbeiten jetzt eng mit den Strafverfolgungs- und Geheimdienstbeamten zusammen, um weitere Missbräuche des Systems aufzudecken und das Vertrauen in das Programm wieder aufzubauen.